Papas und Geburtsfotografie

Am Tag der Geburt werden Fotos gemacht, soviel ist klar. Die Frage ist nur wer tut es. Väter waren die ersten Geburtsfotografen. Sie sind die ersten die beide Hände frei haben und die jenigen denen man klare Anweisungen geben kann.
Viele Papas machen noch in der frühen Eröffnungsphase ein Foto der werdenden Mama, wenn die Geburt dann langsam unaufhaltsam in Gang kommt, gerät die Kamera schnell in Vergessenheit, die Aufregung überwiegt. Und um ehrlich zu sein, Väter sind die ganze Geburt über enorm beschäftigt: Geburtspool aufblasen, befüllen, Handtücher vorwärmen, zwischendurch noch Stütze sein, Hand halten, Hebamme anrufen, Sachen packen, Getränke bringen, Geschwisterkind versorgen.
Wackelige Handyfotos vom neugeborenen Baby darf man ihnen da wirklich nicht verübeln. Und nach so einem Tag sind sie dann auf keinem einzigen Foto zu sehen.

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Meiner Erfahrung nach sind professionelle Geburtsfotos vor allem den Mamas wichtig, denn für sie verschwimmt der ganze Tag in einem Brei aus Hormonen, Anstrengung und Glückseligkeit.
Die Väter jedoch haben oft  Angst vor meiner Anwesenheit bei der Geburt, vielleicht ist es die Angst vor einer weiteren Aufgabe, mich als Gast dabei zu haben sicherlich auch der Beschützerinstinkt kein weiteres Publikum in so einem intimen Moment dabei haben zu wollen.
Heute richtet sich mein Schreiben an die Väter, ihr spielt eine wundervolle Hauptrolle an diesem Tag, und das gehört ebenso ins Familienalbum. Bei der Geburtsfotografie geht es nicht darum einen intimen Moment zu entweihen, sondern ihn auf ein Podest zu stellen.

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